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Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region

 

Meir Myropolskyy - Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region

 

Rabbiner Meir Myropolskyy

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Rabbiner Meir Myropolskyy wurde in der Stadt Dnepropetrowsk (Ukraine) geboren.

 

2003 zog er zusammen mit seinen Eltern nach Deutschland. Er studierte an der Jeschiwot in Berlin und Jerusalem. 2021 wurde ihm nach Abschluss des Studiums am Rabbinerseminar zu Berlin ein Diplom als Rabbiner verliehen.

 

Jüngste Veröffentlichung: 

Die Geburt eines Volkes

Vor jedem jüdischen Feiertag ist es die Pflicht eines jeden von uns, über die Bedeutung und die Rolle nachzudenken, die dieser Feiertag für uns persönlich hat.

 

Bei der Erschaffung der Welt legte der Allmächtige zwei Bezugspunkte im jüdischen Kalender fest: die Monate Tischrej und Nissan sind zwei Punkte im Jahr, an denen wir die Gelegenheit haben, unsere Taten und unser Leben neu zu definieren. Im Tischrej wurde die Welt erschaffen, während im Nissan das jüdische Volk geboren wurde. In Schmot 13:4 heißt es: „Heute geht ihr heraus, im Frühlingsmonat“. 

 

Im Frühlingsmonat, der nach dem Winter kommt – einer Zeit von Dunkelheit, Vergessenheit und Leblosigkeit – fängt alles an, aufs Neue zu blühen, und es ist in dieser Zeit, dass das jüdische Volk geboren wurde. 

 

Als 210 Jahre zuvor eine Familie von 70 Köpfen nach Ägypten zog, waren sie noch kein Volk. All diese Jahre war das jüdische Volk in der Werdung, wie es im Dwarim 4:34 heißt: „ein Volk aus einem Volk“. Das einzige, was die Juden in Ägypten von den Ägyptern unterschied, war ihre Kleidung, ihre Sprache und ihre jüdischen Namen. Wie es in der Haggada heißt – wenn G-tt uns nicht von den Völkern hervorgehoben und auserwählt hätte, wenn Er uns nicht nur von den Ägyptern herausgeführt hätte – wären wir noch immer dort, ohne Kraft, ohne ein bedeutungsvolles Leben. 

 

Mit der Erlösung aus Ägypten hob G-tt uns nicht nur von den Ägyptern, sondern von allen Völkern der Welt hervor! Er hob uns eine Dimension höher, über die materielle Existenz und den Lebenszweck der anderen Völker hinaus. Das jüdische Volk wurde zum „Patent“ G-ttes. Er heiligte unsere Körper mit seinen Geboten und erleuchtete unsere Augen und unsere Seelen, indem Er uns Seine Tora gab und uns zu einem Volk von Kohanim (Priestern) machte. Er lässt uns Teil haben am Gleichgewicht dieser Welt, dass das Gute über das Böse herrsche.

 

In den zehn Geboten steht: „Ich bin dein G-tt der Allmächtige, Der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Sklaverei, heraus geführt hat.“ (Schmot 20:2) Raschi erklärt: damit du Meine Gebote erfüllst. Auch der Ibn Ezra erklärt, dass das jüdische Volk G-tt sein Leben und seine Rettung in jeder Generation verdankt. In Schmot 13:8 heißt es: „Und du sollst deinem Sohn an diesem Tag sagen; Dafür ist es, dass der Herr mir bei meinem Auszug aus Ägypten getan hat.“ Rasche erklärt, „dafür“ – dafür, damit du Meine Gebote erfüllen wirst. 

 

Wir sehen, dass die Geburt und der Lebenszweck des jüdischen Volkes darin liegt, eine exklusive Beziehung zu G-tt zu haben, und Er erwartet von uns nicht Theorie und Untätigkeit, sondern unsere praktische Hingabe in der Erfüllung der Gebote – denn dafür hat Er uns das Leben gegeben und uns dafür aus Ägypten geführt.

 

Über die 10. Plage in Ägypten, die Plage der Erstgeborenen, steht: „Und Ich werde in dieser Nacht durch das Land Mizrajim ziehen, und alle Erstgeborenen im Land Mitzrajim schlagen, vom Menschen bis zum Vieh, und über alle Götter (Götzen) von Mitzrajim will Ich Gericht halten, Ich bin    G-tt. Und das Blut soll euch ein Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr weilt, und Ich werde das Blut sehen und an euch vorbei ziehen, und es wird kein böser Wind unter euch sein, wenn Ich die Erstgeborenen im Lande Mitzrajim schlage.“ (Schmot 12:12-13). 

 

Es gab ein Gebot, die Türpfosten mit dem Blut des Pessach-Opfers zu bestreichen. Raschi erklärt, dass der Grund für das Markieren der Türpfosten nicht war, damit G-tt sieht, dass dies ein jüdisches Haus ist daran vorbei zieht, sondern um zu sehen, wie ihr Meine Gebote erfüllt – und dann werde Ich eure Häuser umgehen.

 

Für das wundervolle Pessach-Fest wünsche ich uns allen, uns so richtig als Teil des jüdischen Volkes zu fühlen – mit der exklusiven Beziehung und der Verpflichtung, die dies mit sich bringt. 

 

Chag Pessach Koscher Ve’Sameach!