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Verwaiste jüdische Friedhöfe

Über 2.000 jüdische Friedhöfe in Deutschland bilden ein reiches kulturelles und religiöses Erbe. Begräbnisstätten haben im Judentum eine besondere Bedeutung: Sie sind Teil des Lebens und auf Dauer angelegt: „Bet Olam“ – Haus der Ewigkeit – ist eine hebräische Bezeichnung für den Friedhof.

 

Die Grabsteine mit ihren traditionell hebräischen Inschriften tragen wichtige Informationen über jüdisches Leben vergangener Zeit. In der NS-Zeit wurden fast alle jüdischen Friedhöfe geschändet, aber oft nicht vollständig zerstört. Daher sind sie vielerorts die letzte sichtbare Erinnerung an die jüdische Geschichte des Ortes und wichtige, geschützte Denkmale. In kleinen Gemeinden bilden sie oft die einzig sichtbare Erinnerung an die jüdische Geschichte des Ortes.

 

Alter jüdischer Friedhof in Kiel, 2024 Alter jüdischer Friedhof in Kiel, 2024. © Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V.

In Schleswig-Holstein existieren heute 22 jüdische Friedhöfe. Die meisten von ihnen gehören der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein. 

 

In einer Vereinbarung vom 21. Juni 1957 sind der Bund und die Länder übereingekommen, gemeinsam für die dauernde Sicherung und Betreuung der pflegeverwaisten jüdischen Friedhöfe zu sorgen.

 

„Die Pflege der Friedhöfe der während der Zeit des Nationalsozialismus vernichteten jüdischen Gemeinden ist Ausdruck der bleibenden Erinnerung an den Völkermord an den Juden und der Trauer über das Leid, das vom Nationalsozialistischen Deutschland angerichtet wurde. Umso dankbarer sind wir, dass es in unserem Land heute wieder wachsende jüdische Gemeinden und aufblühendes Leben gibt.“

 

Dr. Wolfgang Schäuble


Verwaiste jüdische Friedhöfe im Besitz der Jüdischen Gemeinschaft SH

Die Friedhöfe können besucht werden. Hinweise zur Öffnung und zu Führungen entnehmen Sie bitte den Informationen zu den einzelnen Friedhöfen. 

 

Grundsätzlich ist der Friedhof ein Ort der Ruhe und des Gedenkens, dessen Würde zu wahren ist. Die Gräber dürfen nicht betreten und Grabsteine nicht berührt werden. Besuchende tragen angemessene Kleidung, männliche Besucher – jung und alt – eine Kopfbedeckung. Am Schabbat (Samstag), an jüdischen Feiertagen und nach Sonnenuntergang wird der Friedhof nicht betreten. Eine Auflistung und Erklärung der jüdischen Feier- und Gedenktage mit genauen Datumsangaben finden Sie hier. Auf dem Friedhof wird nicht gegessen, getrunken oder geraucht und es werden keine Tiere mitgeführt. Die Störung der Totenruhe ist eine Straftat (§ 168 StGB).

 

Jüdische Friedhöfe in Friedrichstadt

Alter und Neuer jüdischer Friedhof in Friedrichstadt 

 

In Friedrichstadt gibt es zwei jüdische Friedhöfe. Ursprünglich wurde Moses Markus Levy am Treenefeld ein schmaler Streifen Land für die Bestattung seiner Familienangehörigen überlassen. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich daraus der 1676 angelegte Alte jüdische Friedhof, dessen Areal mehrfach erweitert wurde. Seit 1675 durften Jüdinnen und Juden in Friedrichstadt leben. Sie bildeten zeitweise die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft. 1847 wurde die Synagoge am Binnenhafen eingeweiht. Da in Friedrichstadt keine Religion eine Vorrangstellung hatte, galt die Stadt – mit Ausnahme der Zeit des Nationalsozialismus – als ein Ort religiöser Toleranz. Eines der drei an den Friedhof angrenzenden Gebäude befand sich seit dem 18. Jahrhundert im Besitz der Jüdischen Gemeinde und wurde als Taharahaus, als Gebäude für rituelle Reinigungen der Toten, genutzt. Als der Friedhof zu klein wurde, beschloss die Jüdische Gemeinde gemeinsam mit der Stadtverwaltung 1886 die Anlage eines weiteren Friedhofs. So entstand an der Schleswiger Straße der sogenannte Neue jüdische Friedhof mit einem Taharahaus in Friedrichstadt. 1888 wurde der Alte Friedhof mit einem Eisenzaun eingefriedet. Bis 1912 wurde er parallel mit dem Neuen Friedhof genutzt. Im Jahre 1926 sollen noch ca. 55 Grabsteine auf dem Alten Friedhof gestanden haben. 

 Friedrichstadt, der Alte jüdische Friedhof um 1920. © Stadtarchiv FriedrichstadtDer Alte jüdische Friedhof um 1920. © Stadtarchiv Friedrichstadt

 Friedrichstadt, der Alte jüdische Friedhof um 1920. © Stadtarchiv FriedrichstadtDer Alte jüdische Friedhof um 1920. © Stadtarchiv Friedrichstadt

 Friedrichstadt, kreisförmige Anordnung der erhaltenen Grabsteine des Alten jüdischen Friedhofs, um 2003. © Alemannia JudaicaKreisförmige Anordnung der erhaltenen Grabsteine des Alten jüdischen Friedhofs, um 2003. © Alemannia Judaica

 

1850 war der Alte Friedhof während einer Belagerung beschädigt worden. Die verbleibenden Überreste wurden durch die Nationalsozialisten 1936 fast vollständig vernichtet. Einige wenige der erhaltenen Grabsteine wurden nach 1945 von den Grabanlagen entkoppelt kreisförmig um einen Gedenkstein aufgestellt. Der Neue jüdische Friedhof blieb von den Novemberpogromen verschont und überstand die NS-Zeit unbeschadet.

 

Im Jahr 1939 war die Jüdische Gemeinde gezwungen, der Stadt den Alten jüdischen Friedhof zu bestimmten Bedingungen zu überlassen. Die sichtbare Existenz des Friedhofs war nun nicht mehr erwünscht. Die Grabsteine sollten flachgelegt und eingegraben werden. Zudem verpflichtete sich die Stadtverwaltung, die Würde des Friedhofs zu respektieren. Allerdings hielt sich die Stadtverwaltung nicht an diesen Vertrag. Viele der Grabsteine wurden ausgegraben und entwendet. Nach 1939 wurde das Gelände zunächst als Kleingartenanlage und später als Lagerplatz für Baumaterial genutzt. Die letzten verbliebenen Friedrichstädter Juden zogen nach Hamburg, einigen gelang die Flucht ins Ausland. Bis 1940 wurde auf dem Neuen jüdischen Friedhof bestattet. Das Taharahaus des Friedhofs wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Unkenntlichkeit entstellt und zum Trafohaus umgebaut. Nach Angaben der Gedenkstätte Yad Vashem wurden nachweislich mindestens 60 gebürtige bzw. länger am Ort ansässig gewesene jüdische Bewohnerinnen und Bewohner Friedrichstadts während der Shoa ermordet. Eine neue Jüdische Gemeinde wurde nach 1945 in Friedrichstadt nicht gegründet.

 

Auch noch Anfang der 1950er Jahre wurde über Beschädigungen und Schändungen der jüdischen Friedhöfe in Friedrichstadt berichtet. So wurden in den 1950er Jahren Betreuungs-, Wiederherrichtungs- und Instandsetzungsarbeiten für die jüdischen Friedhöfe in Friedrichstadt veranlasst. An diesen Arbeiten waren verschiedene Akteure beteiligt, unter anderem die Jewish Trust Corporation, die Stadtverwaltung Friedrichstadts und das Innenministerium Schleswig-Holsteins. 1954 wandte sich der in Kopenhagen lebende Ivan Levy in einem Brief an die Stadt, um den Verkauf des Geländes an einen Bauunternehmer zu verhindern. Seine Familie habe seit Generationen in Friedrichstadt gelebt und sei dort begraben. Anfang der 1970er Jahre wurde ein Maschendrahtzaun um den Alten jüdischen Friedhof errichtet. Der von Friedrichstädter Juden abstammende Hans W. Levy sah sich 1974 und abermals 1975 gezwungen, gegen eine Bebauung der beiden Friedhöfe zu protestieren. Er verwies darauf, dass die Grundstücke auf ewig der Jüdischen Gemeinde gehörten und dass jüdische Friedhöfe nicht bebaut werden dürfen. 

 

Heute stehen auf dem Neuen jüdischen Friedhof noch etwa 70 Grabsteine. Vom älteren Friedhof hingegen sind kaum welche erhalten. Eine weite, leerstehende Fläche kennzeichnet das Areal. Sie erinnert an die einstige Größe der Gemeinde, aber auch an ihre Vernichtung während der NS-Zeit.

 

Friedrichstadt, Blick über den Neuen jüdischen Friedhof, 2025. © Stadtarchiv FriedrichstadtBlick über den Neuen jüdischen Friedhof, 2025.

© Stadtarchiv Friedrichstadt

In den Jahren 2024/25 wurde der Alte jüdische Friedhof umfangreich saniert. Es wurde eine neue Mauer mit einem neuen Tor errichtet. Die erhaltenen Grabsteine wurden restauriert und an der Innenseite der Friedhofsmauer befestigt. In den nächsten Jahren soll auch der Neue jüdische Friedhof restauriert und saniert werden. Dabei soll auch der ursprüngliche Wassergraben wieder hergestellt und ein Tor errichtet werden. Zudem soll das ehemalige, zweckentfremdete Taharahaus wieder als solches kenntlich gemacht werden. Als Zeichen der Verbundenheit mit der früheren Jüdischen Gemeinde, der besonderen Verantwortung, die aus der Schoa resultiert und als Mahnung an die heute Lebenden wurden zwei Gedenksteine in Friedrichstadt errichtet. Der eine befindet sich gegenüber der ehemaligen Synagoge am Binnenhafen, der andere am Alten jüdischen Friedhof.


Besuch

 

Beide Friedhöfe sind von der Straße aus gut einsehbar. Der Alte jüdischen Friedhof kann besichtigt werden. Der Neue jüdische Friedhof sollte nicht ohne vorherige Rücksprache bei der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein betreten werden.

 


Quellen und Literatur 

 

Stadtarchiv Friedrichstadt, JG 47, JG 63, Abt. 1, Nr. 2397, Nr. 7139. 

 

Alemannia Judaica: Friedrichstadt (Landkreis Nordfriesland (Schleswig-Holstein) Alter Jüdischer Friedhof (Am Treenefeld). URL: http://www.alemannia-judaica.de/friedrichstadt_friedhof_a.htm [9.5.2025].

 

Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten: Kultur- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge. URL: https://gedenkstaetten-sh.de/gedenkstaetten/kultur-und-gedenkstaette-ehemalige-synagoge-2 [24.2.2025]. 

 

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland: 400 Jahre „Stadt der religiösen Toleranz“. URL: https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/400-jahre-stadt-der-religioesen-toleranz [24.2.2025]. 

 

Jacobs, Joachim G.: Jüdische Friedhöfe in Schleswig-Holstein. Inventarisation, Schutz und Erhaltung. Zusammenfassung einer Vorstellung erster Arbeitsergebnisse am 21.06.2012. Beauftragt vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein [unveröffentlicht].

 

Ders./Hübinger, Petra: Gartendenkmalpflegerisches Gutachten zum Alten Jüdischen Friedhof Friedrichstadt. Berlin 2021. 

 

Michelson, Karl: Die Friedrichstädter Juden im Jahre 1803. Friedrichstadt 1972. 

 

Parak, Dorothea: Juden in Friedrichstadt an der Eider. Kleinstädtisches Leben im 19. Jahrhundert. Neumünster 2010. 

 

Peters, Dietrich: Der alte jüdische Friedhof in Friedrichstadt. Aachen 2004. 

 

Thomsen, Christiane: Friedrichstadt. Ein historischer Stadtbegleiter. Heide 2001. 

O. A.: Juden in Friedrichstadt. Friedrichstadt 1988 [Katalog zur Ausstellung im Rathaussaal der. Stadt Friedrichstadt in der Zeit vom 10. bis 16. Nov. 1988]. 

 

Text: Maarten Herfurth

 

Jüdischer Friedhof in Glückstadt

Die Geschichte der Juden in Glückstadt

 

Die ersten Jüdinnen und Juden siedelten sich 1619 in Glückstadt an. Durch ein Schreiben von Gert Rantzau vom 17. Dezember 1618 wurde der dänische Stadtgründer Christian IV. auf Albert Dionis, einen in Altona ansässigen, portugiesischen, jüdischen Münzbetreiber, aufmerksam. Christian IV. lud Albert Dionis ein, sich in Glückstadt nieder zu lassen. Er sollte fortan in der 1617 neu gegründeten Stadt Handel treiben. Durch die guten Handelsbeziehungen der Juden erhoffte man eine ähnlich starke Handelsstadt wie Hamburg aufzubauen. Tatsächlich siedelten sich 1619 sephardische Juden in Glückstadt an. 1622 erfolgte die Anlage des jüdischen Friedhofes, damals außerhalb der Festungsanlage.

 

In den 1630er Jahren erfolgte der Bau einer Synagoge in der Königstraße 6. Sie wurde im Jahr 1776 renoviert, musste jedoch 1895 aufgrund von Baufälligkeit abgerissen werden. Schon um 1730 verließen die Sepharden Glückstadt wieder, da der erhoffte Ausbau der Handelsstrukturen nicht erfüllt wurde. Es lebten aber weiterhin einige osteuropäische/aschkenasische Juden in der Stadt. 1895 waren nur noch sechs Juden in Glückstadt ansässig, sodass die kleine Gemeinde das Grundstück der Synagoge an die Stadt verkaufte. Diese verpflichtete sich dazu, auch den Friedhof auf ewig zu pflegen und instand zu halten.

 Plan der Festung Glückstadt, 1756. © Detlefsen-Museum Glückstadt Plan der Festung Glückstadt, 1756. © Detlefsen-Museum Glückstadt

 

 

Der jüdische Friedhof

 

GlückstadtBestandsplan, 1940

© Detlefsen-Museum Glückstadt

  

Der jüdische Friedhof wurde 1622 von sephardischen Juden angelegt. Er umfasste damals eine Größe von 1557 m2 und befindet sich an der heutigen Straße „Am jüdischen Friedhof“, ehemals Pentzstraße.

In Glückstadt bestatteten zunächst sephardische Juden, später auch aschkenasische Juden ihre Verstorbenen. Während sephardische Juden ihre Toten unter Grabplatten beerdigen, die flach auf dem Boden aufliegen, verwenden aschkenasische Juden aufrechtstehende Grabstelen. Die Grabplatten und Stelen sind mit hebräischen, portugiesischen und/oder deutschen Schriften, Verzierungen und Symbolen versehen. Hier findet man Namen, Geburtsnamen und alttestamentarische Bibelzitate. Auch das Geburts- und Sterbedatum ist oft vermerkt. Die Grabplatten wie auch die Grabstelen wurden nach Osten ausgerichtet. Auf dem Friedhofsgelände gab es ab 1630 ein Taharahaus, in dem die Toten vor der Grablegung gewaschen und betrauert wurden. Das Taharahaus wurde 1902 abgerissen und ein Friedhofswärterhaus errichtet. Im Zuge dieser Baumaßnahme erfolgten vermutlich erste Umlegungen einzelner Grabplatten. Im selben Jahr wurden die langsam im Erdreich versackenden Grabplatten durch Untermauerungen stabilisiert, dabei veränderte man wohl ihre ursprüngliche Lage, sodass Grabstätte und Grabplatte voneinander getrennt wurden. In den 1930er Jahren schüttete man den Festungsgraben zu. Beim Bau der Pentzstraße wurden mehrere Grabsteine mit Bauschutt bedeckt und die Friedhofsfläche um 26 m2 verkleinert. 1940 ließ der NS-Bürgermeister Wilhelm Vogt (Amtszeit 1933–1945) einen Bestandsplan des jüdischen Friedhofes anfertigten, auf dem 132 sephardische Grabplatten und 31 aschkenasische Grabstelen verzeichnet sind. 

 

 

Im Jahr 1941 erfolgte dann die Abräumung des Friedhofes, um eine Abgabestelle für Obst und Gemüse an die kriegsleidende Bevölkerung zu errichten. 1945 reihte man die abgeräumten Grabplatten auf dem Friedhofsgelände auf. Im Jahr 1953 wurden 485 m2 des südwestlichen Teils des Friedhofes schließlich abgetrennt und den Stadtwerken Glückstadt überlassen. Auf diesem Teil des Friedhofes waren damals keine Grabstelen/Platten mehr aufgestellt. Auf dem Bestandsplan von 1940 ist jedoch eindeutig erkennbar, dass dort Grabanlagen vorhanden sind. Erst 2014 erfolgte eine museale Wiederherstellung des Friedhofes in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein. Hierbei wurde bewusst auf die Ostung der Grabsteine verzichtet, um auf die Schändungen hinzuweisen. Heute sind gut zwei Drittel (1046 m2) der ursprünglichen Fläche als jüdischer Friedhof erkennbar. 

 

Glückstadt, der jüdische Friedhof, Eingangstor, 2024. © S. KochEingangstor, 2024. © S. Koch

 

Dort, wo jahrelang nur eine kniehohe Einfriedung auf einem Mäuerchen verlief, schützt seit 2017 ein ca. 2 Meter hoher, massiver Metallzaun den Friedhof, der auf einem Mauersockel montiert ist. Der Zugang wird durch ein schönes Eingangstor ermöglicht.

 

 

Heute sind noch 89 sephardische Grabplatten und zehn östlich aufgestellte, aschkenasische Grabsteine vorhanden, also 99 Grabmale. Es fehlen 43 sephardische Grabpatten und 21 aschkenasische Grabstelen (vgl. Bestandsplan 1940 = 163 Gräber, davon 31 Stelen). Der älteste, heute noch erhaltene Grabstein ist der von Sara Markes aus dem Jahr 1624. 

 

Der letzte aufgestellte Grabstein stammt aus dem Jahr 1929 und erinnert an das Ehepaar Semmy und Jenny Levi.

 

Glückstadt, jüdischer Friedhof, Grabplatte von Sara Markes, 2024. © S. KochGrabplatte von Sara Markes, 2024. © S. Koch

Glückstadt, jüdischer Friedhof, Grabstele Jenny Levi, 2024. © S. KochGrabstele Jenny Levi, 2024. © S. Koch

 

Schändungen

 

In den 1930er Jahren wurden bei der Zuschüttung des Festungsgrabens und dem Bau der Pentzstraße mehrere Grabsteine mit Bauschutt bedeckt. 1941 erfolgte die bereits beschriebene Totalschändung. Im Oktober 1983 wurden Grabstelen umgeworfen. Dabei sind Grabplatten zerbrochen und das Eingangstor mit dem Davidstern wurde aus der Verankerung gerissen. Im November 1997 wurden mehrere Grabsteine mit Hakenkreuzen in weißer Farbe beschmiert. Am 8. Oktober 2000 wurden wiederum vier Grabsteine umgeworfen, darunter die der Eheleute Jelenkiewicz, die anschließend von der Stadt wieder aufgestellt wurden, sowie der von Amelie Selke, der zerbrochen und dann entsorgt wurde. 


Besuch und Führungen 

 

Der Friedhof ist in der Regel geöffnet. Nur an Schabbat und jüdischen Feiertagen ist er geschlossen. Führungen können bei der Touristinformation der Stadt Glückstadt angefragt werden:

 

Touristinformation Glückstadt 

Große Nübelstraße 31

25348 Glückstadt 

 

Hotline: +49 (0)4124 93 75 85


Quellen und Literatur

 

Angaben des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein, Ansprechpartner Herr Andreas D. Rompf, Mailverkehr vom 15. und 16.4.2025.

 

Blohm, Kay: Das Haus der Ewigkeit in Glückstadt. Die jüdische Gemeinde und ihr Friedhof. Glückstadt 2021.

Boldt, Christian (Hrsg.): Die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Glückstadt 1619–1915. Begleitpublikation zur Ausstellung des Detlefsen-Museums. Glückstadt 2017.

 

Dinse, Ursula: Das vergessene Erbe. Jüdische Baudenkmale in Schleswig-Holstein. Kiel 1995.

 

Jacobs, Joachim G.: Ein sephardischer Friedhof in Glückstadt. In: Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein (Hrsg.): 30 Jahre Gartendenkmalpflege in Schleswig-Holstein 1993–2023. Kiel 2024, S. 129ff.

 

Text: Stephanie Koch

Jüdischer Friedhof in Kiel

Blick auf den Alten jüdischen Friedhof in Kiel, 2025. © Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V.Blick auf den Alten jüdischen Friedhof in Kiel, 2025

© Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V.

 

Alter jüdischer Friedhof in Kiel

 

Der älteste jüdische Friedhof in Kiel befindet sich in der Michelsenstraße. Er wurde 1852 außerhalb der Stadtgrenze auf einer Koppel angelegt und ist somit älter als der nahegelegene Südfriedhof. Obwohl Jüdinnen und Juden seit dem Ende des 17. Jahrhunderts in Kiel ansässig waren, wurde ihr Gesuch um Anlage eines eigenen Friedhofes erst 1852 positiv beschieden. Zuvor mussten die Verstorbenen auf dem Friedhof in Westerrönfeld bei Rendsburg beigesetzt werden. 

 

Der Friedhof umfasst eine Fläche von 2.493 m², die in der Mitte von einer Lindenallee durchzogen wird. Die Belegung des Friedhofes erfolgte von Norden (hinten) nach Süden (Eingangsbereich), sodass sich die ältesten Gräber im Nordostteil des Friedhofes finden lassen. Im nordwestlichen Teil des Friedhofes befinden sich die Kindergräber mit kleineren Grabsteinen. 

 

 

 

 

Die erste Bestattung fand im August 1852 statt. Bei der verstorbenen Person handelte es sich um Hannatha Levy aus Lütjenburg. Die älteste heute noch lesbare Grabinschrift lässt sich auf dem Grabstein von Israel Wulff finden, der 1884 auf dem Friedhof beigesetzt wurde. 1884 sind bereits 30 Begräbnisse verzeichnet. Das jüdische Leben in Kiel wuchs stätig. Während im Jahre 1871 187 Jüdinnen und Juden in Kiel registriert waren, stieg die Zahl bis 1932 auf über 600 an. Im selben Jahr wurde zudem eine „Chewra Kaddischa“ gegründet, eine Institution, die sicherstellt, dass Verstorbene gemäß den jüdischen Gesetzen und Traditionen beigesetzt werden. Im Jahre 1894 trat eine neue Friedhofsordnung in Kraft, durch die fortan auch Jüdinnen und Juden außerhalb von Kiel gegen eine Kostenentschädigung auf beigesetzt werden konnten.

 

Das ca. 30 m² große Taharahaus wurde 1887 errichtet. Der Bau der Mauer dauerte bis in das Jahr 1906. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sollte der Mittelweg zu einer Lindenallee werden, welche von dem Gemeindevorsteher Julius Lask gespendet wurde. Er wurde allerdings erst später als Wohltäter bekannt.

 

In der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einer erzwungenen Schließung der Chewra Kaddischa (1938). Das Totenbuch wurde 1941 (vorläufig) abgeschlossen und verzeichnete zu dieser Zeit 279 Beerdigungen. Bis heute sind die Spuren des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges auf dem Friedhof sichtbar. So fehlen beispielsweise Grabumrandungen, Plaketten und metallene Buchstaben von Inschriften, die im Zuge der sogenannten Reichsmetallspende vom Friedhof geplündert wurden. Zudem schlug im Jahr 1945 im Nordwestteil des Friedhofes eine Bombe ein, die die Mauer beschädigte, das Gelände zerwühlte und Grabsteine zerstörte. Auch das Taharahaus wurde im Krieg beschädigt.

 

Nach dem Krieg setzte sich insbesondere Heinz Salomon, der Theresienstadt selbst schwer krank überlebte, für die Wiederherstellung des Friedhofes ein. Nach seiner Rückkehr nach Kiel wurde er zum Leiter der Jüdischen Wohlfahrtspflege Schleswig-Holstein ernannt und kümmerte sich um die kranken und mittellosen Holocaustüberlebenden. Dank seiner Bemühungen wurden der jüdischen Gemeinde im Juni 1946 von der Stadt Kiel 9.495 Reichsmark für die Wiederherstellung des Friedhofes bereitgestellt. 

 

Alter jüdischer Friedhof in Kiel, Lindenallee, 2025. © © Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V.Lindenallee, 2025

© Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V.

Alter jüdischer Friedhof in Kiel, Innenansicht des Taharahauses, 2024. © S. RohnInnenansicht des Taharahauses, 2024

© S. Rohn

Heinz Salomon. o.J. © Jüdisches Museum in RendsburgHeinz Salomon. o.J. 

© Jüdisches Museum in Rendsburg

 

 

Da die Zahl der jüdischen Kielerinnen und Kieler in den Jahrzehnten nach dem Krieg immer weiter zurückging, fand 1973 die vorerst letzte Beerdigung auf dem Friedhof statt. Erst durch die Zuwanderung der sogenannten Kontingentflüchtlinge aus Osteuropa, vor allem aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er Jahren, entstand neues jüdisches Leben in Kiel, sodass auf dem Friedhof wieder Beisetzungen stattfanden. Im Jahre 1992 wurden 230 erhaltene historische Grabsteine auf dem Friedhofsgelände gezählt. Da der Friedhof heute nahezu vollständig belegt ist, werden seit 2022 keinen neuen Gräber angelegt. Es finden lediglich noch letzte Beerdigungen auf bereits für Ehepartner reservierten Gräbern statt. Seit 2006 gibt es für die jüdischen Gemeinden in Kiel zwei jüdische Gräberfelder auf dem Alten Urnenfriedhof.

 

Ab Januar 2001 fanden auf dem Alten jüdischen Friedhof in Kiel Forst- und Sanierungsarbeiten statt, in deren Zuge die Mauer und das Taharahaus repariert wurden. Die Arbeiten wurden im November 2002 abgeschlossen. Seit 2017 steht der Friedhof unter Denkmalschutz.


Besuch und Führungen

 

Der Friedhof ist verschlossen. Der Schlüssel kann auf Anfrage in der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region e.V. abgeholt werden. Die Gemeinde bietet auf Anfrage zudem Führungen über den Friedhof an.

 

Kontakt:

 

Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V.

Postfach 3003, 24029 Kiel

 

Tel. 04317399096/-97
E-Mail: 


Quellen und Literatur

 

Stadtarchiv Kiel, Akten 875, 30299 und 46336; Zeitungsausschnittsammlung.

 

Bußenius, Sieghard: Insel des Friedens oder Grundstücke ohne Verkehrswert? Jüdische Friedhöfe und ihre Schändungen. In: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte 21 (1991), S. 5–101.

 

Dinse, Ursula: Das vergessene Erbe. Jüdische Baudenkmale in Schleswig-Holstein.  Kiel 1995.

 

Harck, Ole: Der jüdische Friedhof. Namen die keiner mehr kennt. In: Werner Paravicini/Uwe Albrecht/Annette Heming (Hrsg.): Begegnungen mit Kiel. Gabe der Christian-Albrechts-Universität zur 750-Jahr-Feier der Stadt. Neumünster 1992, S. 350–253.

 

Jürgen Jensen/Peter Wulf (Hrsg.): Geschichte der Stadt Kiel. Neumünster 1991.

 

Text: Alexander Krüger und Svea Rohn 

Jüdischer Friedhof in Lübeck-Moisling

Blick über den Friedhof Lübeck-Mosiling, 2023. © Jüdische Gemeinde Lübeck e.V.Blick über den Friedhof Lübeck-Moisling, 2023

© Jüdische Gemeinde Lübeck e.V.

 

Kapelle und Wärterhaus des jüdischen Friedhofs in Moisling, 1910. © W. HaaseKapelle und Wärterhaus des jüdischen Friedhofs in Moisling, 1910

© W. Haase

 

 

Der jüdische Friedhof in Lübeck-Moisling wurde im 17. Jahrhundert von jüdischen Flüchtlingen aus dem polnisch-litauischen Großreich angelegt. Trotz zahlreicher Einschränkungen wuchs die jüdische Gemeinde und erhielt 1848 die vollen Bürgerrechte. 1880 errichtete die Gemeinde eine große Synagoge. Während der NS-Zeit wurde die Gemeinde entrechtet, verfolgt und nahezu ausgelöscht. Nach 1945 formierte sich eine neue jüdische Gemeinde, die ab den 1990er-Jahren durch Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion wuchs. Im Herbst 2001 wurde die Jüdische Gemeinde Lübeck neu gegründet und schloss sich 2004 mit den Gemeinden in Flensburg und Kiel zur „Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein“ zusammen.

 

Der Friedhof zählt mit über 1.000 Grabsteinen zu den größten und ältesten jüdischen Friedhöfen in Schleswig-Holstein. Das älteste erhaltene Grabmal lässt sich auf das Jahr 1724 datieren. Vor dem 18. Jahrhundert wurden aus finanziellen Gründen hölzerne Grabmale verwendet, die im Lauf der Zeit verwitterten und verfielen. 1910/11 wurde eine neue Trauerhalle mit angeschlossener Tahara errichtet. Die Architekten waren Carl Hahn und Alfred Runge.

 

Zu den prominentesten Gräbern gehört das des Rabbiners Dr. Salomon Carlebach (1845–1919). Die Rabbinerfamilie Carlebach prägte über Generationen das jüdische Leben in Lübeck und weit darüber hinaus. Besonders Rabbiner Salomon Carlebach war eine zentrale Figur der Lübecker Gemeinde, während seine Nachkommen in verschiedenen Städten Europas und Amerikas als Gelehrte, Lehrer und Rabbiner wirkten.

 

Eine große Erinnerungsstätte gedenkt der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Ein weiteres Denkmal ist 38 nicht identifizierten jüdischen Häftlingen aus dem Konzentrationslager Neuengamme gewidmet. Anfang Mai 1945 wurden von den Deutschen etwa 9.000 Häftlinge auf mehreren Schiffen, darunter auch die Cap Arcona, deportiert. Die britische Luftwaffe hielt die Schiffe irrtümlich für deutsche Kriegsschiffe und griff sie aus der Luft an. Bei diesem Angriff kamen auf tragische Weise rund 7.000 Häftlinge ums Leben.

 

Darüber hinaus befinden sich auf dem Friedhof drei Grabmale mit der Inschrift „Exodus – Kind ohne Namen“. Sie erinnern an die namenlosen Waisenkinder, die 1947 an Bord des ehemaligen amerikanischen Passagierschiffs „Exodus“ waren. Das Schiff sollte rund 4.500 Überlebende der Konzentrationslager nach Palästina bringen. Die Grabmale sind jenen Kindern gewidmet, die kurz nach ihrer Geburt verstarben, ohne je einen Namen erhalten zu haben. 

 

Lübeck, Shoah-Mahnmal, 2024. © Jüdische Gemeinde Lübeck e.V.

Shoah-Mahnmal, 2024

© Jüdische Gemeinde Lübeck e.V.

 

Lübeck, „Exodus“-Gedenkstein, 2024. © Jüdische Gemeinde Lübeck e.V.„Exodus“-Gedenkstein, 2024

© Jüdische Gemeinde Lübeck e.V. 

 

 

 

Um den Friedhof vor Vandalismus, antisemitischen Überfällen und Schändungen zu schützen, wurde bereits im Jahr 1927 eine schützende, massive Mauer um das Friedhofsgelände herum errichtet. Zugleich sollte damit ein Zeichen des Respekts gegenüber den dort begrabenen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde gesetzt werden. Nach 1945 wurde der jüdische Friedhof in Lübeck-Moisling nachweislich 1966 und 2016 geschändet, wobei zahlreiche Grabmäler beschädigt oder zerstört wurden. 

 

Der Friedhof steht seit Juli 2002 unter Denkmalschutz.


Besuch und Führungen

 

Der Friedhof ist nicht frei zugänglich. Leonid Kogan aus Novograd Volynskii, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Lübeck, bietet regelmäßige Führungen über den jüdischen Friedhof in Lübeck-Moisling an. Er lebt seit 1997 in Deutschland und hat 2024 die Entzifferung und Übersetzung der Grabinschriften abgeschlossen und einen Belegungsplan des Friedhofes erstellt. Fragen und Anmeldungen richten Sie bitte an die Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein: .


Literatur- und Quellenverzeichnis

 

Lübecker Stadtarchiv, Bestand 05.5 Guttkuhn, Peter – 159, Sg. 092, Schändungen jüdischer Friedhof Moisling, 1966. 

 

Bilz-Leonardt, Marlies: Der Heimatforscher. In: Jüdische Allgemeine (2019), https://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/der-heimatforscher/.

 

Bußenius, Sieghard: Inseln des Friedens oder Grundstücke ohne Verkehrswert? Jüdische Friedhöfe und ihre Schändungen. In: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte 21 (1991), S. 67–71.

 

Schreiber, Albrecht: Über Zeit und Ewigkeit. Die jüdischen Friedhöfe Lübecks. Lübeck 1988.

 

Wikipedia: Salamon Carlebach, https://de.wikipedia.org/wiki/Salomon_Carlebach

(22.3.2025).

 

 

Text: Angelique Patzki

Jüdischer Friedhof in Stockelsdorf

Der Jüdische Friedhof in Stockelsdorf birgt 36 Grabsteine. Auf zwei von ihnen sind die Namen eines Ehepaars notiert. Insgesamt wurden von 1812 bis 1919 hier 14 Frauen, 14 Männer, fünf Mädchen und vier Jungen zu Grabe getragen. Im Laufe der 200jährigen Geschichte wurden einige Grabsteine beschädigt, einer ist lediglich als Rudiment erhalten. Durch alte Fotos konnten jedoch fast alle Namen der hier Bestatteten herausgefunden werden. 

 

Blick auf den jüdischen Friedhof in Stockelsdorf, 2025. © Stephan Linck 

Blick auf den jüdischen Friedhof in Stockelsdorf, 2025

© Stephan Linck

 

Anfang des 19. Jahrhunderts lebten jüdische Familien hier in Fackenburg, das später zu Stockelsdorf gehörte. Mit insgesamt 75 Personen machten sie zeitweise gut ein Fünftel der Bevölkerung Fackenburgs aus. Von 1840 an war die Fackenburger jüdische Gemeinde offiziell als Gemeinschaft anerkannt und unterhielt eine kleine Schule, deren Schülerinnen und Schüler nach ihrer Schließung 1849 in die Stockelsdorfer Schule zu Ravensbusch eingegliedert wurden. Als Lehrer arbeitete hier Juda ben Joseph Möller (1805–1869). Seine Mutter Esther und seine Schwester Pess’che liegen auf diesem Friedhof begraben. Viele der hier Bestatteten gehören zur Familie Horwitz, deren väterliche Abstammung sich auf den Stamm Levi zurückbezieht. Als in Jerusalem der Tempel bestand, übergossen die Leviten zur Reinigung den Priestern die Hände mit Wasser. Daher sind viele der Gräber dieses Friedhofs mit dem Bild einer Kanne geschmückt. Nach jüdischem Brauch müsste zu diesem Friedhof einst eine Wasserstelle gehört haben. Sie ist nicht erhalten. Auch wissen wir nicht, wo sich ein Gebäude befand, in dem die Toten gemäß jüdischer Bräuche für die Bestattung vorbereitet wurden. 

 

Warum nach 1919 hier keine Bestattung mehr vorgenommen wurde, ist nicht bekannt. Die Nachfahren der hier Bestatteten wurden in der NS-Zeit ermordet – wenn ihnen nicht die Flucht gelang. Heute kennen wir Nachfahren in Norwegen, Großbritannien, Australien, den USA, Südafrika und Israel. 

 

 

Ein Buch, „Haus der Ewigkeit“, erschienen 2019, portraitiert die Grabmäler, erzählt die Geschichte dieses Friedhofs, übersetzt die Grabinschriften der hier sichtbaren Gräber und ist mit graphischen Kunstwerken zu einzelnen Grabsteinen gestaltet. 


Führungen und Besuch

 

Der Friedhof ist in der Regel geöffnet. Nur an Schabbat und jüdischen Feiertagen ist er geschlossen. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Stockelsdorf: 


Ahrensböker Straße 5 
23617 Stockelsdorf 
E-Mail:
Tel.: +49 451 491764


Literatur- und Quellenverzeichnis

 

Verleger, Rolf/Hüttenmeister, Nathanja (Hrsg.): Haus der Ewigkeit. Der jüdische Friedhof Stockelsdorf. Kiel 2019.

 

URL: https://kirche-stockelsdorf.de/index.php/megamenu/gemeinde/juedischer-friedhof-stockelsdorf

                                             

Text: Almuth Jürgensen, Pastorin der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Stockelsdorf

 

Jüdischer Friedhof in Westerrönfeld

Neben Altona, Glückstadt und Friedrichstadt war Rendsburg im 17. Jahrhundert eine sogenannte Toleranzstadt, in der Juden nicht nur geduldet, sondern vom dänischen König Christian V. aktiv angeworben wurden. Seit 1692 regelte ein königliches Generalprivileg ihre Rechte. Wohnrecht wurde ihnen für den im Zuge des Ausbaus als Großfestung neu angelegten Stadtteil Neuwerk gewährt.

 

1695 wurde der jüdischen Gemeinde eine landwirtschaftlich nicht nutzbare Fläche südlich der Befestigungsmauern als Begräbnisplatz zugewiesen, der heutige jüdische Friedhof in Westerrönfeld. Diese Lage außerhalb der Stadt entsprach den Regeln des jüdischen Religionsgesetzes, nach denen Gemeindefriedhöfe nicht innerhalb von Wohnsiedlungen angelegt werden durften. Das Gelände lag exakt in Ost-Westrichtung und damit ideal für die traditionelle Ostausrichtung der Gräber. Fast 40 Jahre nach Anlage des Friedhofs wurde in Rendsburg von 1732 bis 1733 die erste Synagoge erbaut, nachdem der alte Betsaal in einem Privathaus baufällig geworden war. Im Nachbarhaus der Synagoge entstand 1756 eine Talmud-Tora-Schule.

 

Die jüdische Gemeinde in Rendsburg wuchs bis zum Bau der zweiten Synagoge 1844/45 auf knapp 300 Mitglieder an. Sie nahm damit zu dieser Zeit neben Altona eine führende Rolle in Holstein ein. Abzulesen ist das an der Funktion ihres Beerdigungsplatzes in Westerrönfeld, der als eine Art Zentralfriedhof für Schleswig-Holstein genutzt wurde: Es fanden rund 1.300 Bestattungen statt. Im Begräbnisverzeichnis finden sich Namen aus Schleswig, Flensburg oder Kiel. Diese jüdischen Gemeinschaften hatten keine eigenen Begräbnisplätze oder durften, wie in Kiel, erst spät einen Friedhof errichten. 1850 wurde als Erschließung von der Itzehoer Chaussee eine Lindenallee angelegt, die seitdem „Am Judenfriedhof“ heißt. Die Allee setzte sich, leicht versetzt, auf der Friedhofsfläche fort. Hierdurch wurde der Friedhof in zwei ungleich große Felder geteilt. 1877 konnte der Friedhof durch die Schenkung einer benachbarten Parzelle erweitert werden.

 

Hatten 1844/45 noch knapp 300 Jüdinnen und Juden in Rendsburg gelebt, so verkleinerte sich die Gemeinde durch Wegzug aus der beengten Festungsstadt bis 1930 auf nur noch 30 Gemeindemitglieder. Auch der letzte jüdische Verein, die Beerdigungsbrüderschaft (Chewra Kadisha), hatte sich aufgelöst und der Friedhof wurde nicht mehr gepflegt. 

 

Gedenkstein Familie Magnus, 2025. Die Inschrift ist heute nicht mehr lesbar. © U. ViandenGedenkstein Familie Magnus, 2025. Die Inschrift ist heute nicht mehr lesbar. © U. Vianden

 

Ab 1933 verstärkten sich die Verfolgungsmaßnahmen der Nationalsozialisten auch gegenüber den noch wenigen verbliebenen Jüdinnen und Juden in Rendsburg und fanden in der Pogromnacht im November 1938 mit einem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge ihren traurigen Höhepunkt. 1939 musste der letzte Gemeindevorsteher, Julius Magnus, dem Zwangsverkauf der Synagoge zustimmen. Sie wurde zu einer Fischräucherei umgebaut. Drei Jahre später, 1942, nahmen sich Julius Magnus und seine Ehefrau Frieda das Leben, um der Deportation nach Theresienstadt zu entgehen. Ihre Leichen wurden auf Geheiß der Polizei in das Anatomische Institut der Universität Kiel gebracht. Die Urnen mit ihren sterblichen Überresten wurden erst 1947 zur Bestattung freigegeben.

 

 

Historische Aufnahme der Barockgruppe aus den 1930er Jahren. © Dokumentation Schröder, Jüdisches Museum RendsburgHistorische Aufnahme der Barockgruppe aus den 1930er Jahren.

© Dokumentation Schröder, Jüdisches Museum Rendsburg

 

Neben der Synagoge musste auch der Friedhof 1939 zwangsweise an den örtlichen Schützenverein abgetreten werden. Die Friedhofsgebäude wurden abgerissen und ein Teil der Grabsteine wurde abtransportiert, um Platz für eine Schießschneise zu machen. Schmiedeeiserne Grabeinfassungen wurden herausgerissen und für Kriegsgerät eingeschmolzen. Mit dem Zwangsverkauf von Synagoge und Friedhof war die Existenz der Jüdischen Gemeinde Rendsburg faktisch vernichtet. 

 

Heute sind von den insgesamt ca. 1.300 Bestattungen noch rund 220 Grabsteine teilweise oder ganz erhalten. Der älteste lesbare Grabstein ist von 1761. Er ist Teil der sog. Barockgruppe im westlichen Teil des Friedhofs.

 

 

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden die Inschriften nur auf Hebräisch verfasst. Die ersten deutschen Inschriften mit lateinischen Buchstaben befinden sich zunächst auf der Rückseite der Grabsteine. Die Inschriften weisen folgendes Schema auf: Einleitungsformel, Name, nicht immer das Geburtsdatum, Sterbedatum, Begräbnistag und Schlusssegen: „Seine/Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens“. Oft folgt eine Lobrede, die Eulogie. Auf einigen Grabsteinen erkennt man noch gut Symbole, die auf die Herkunft und Funktion der Verstorbenen hinweisen. Beispielsweise steht die Levitenkanne für die levitische Abkunft. Die Leviten waren im Tempel unter anderem für die kultische Reinheit zuständig und wuschen den Priestern vor dem Opferkult die Hände. Die segnenden Priesterhände weisen auf die Abkunft aus dem Priestergeschlecht der Kohanim hin. Ring und Mittelfinger berühren sich nicht.

 

Die Levitenkanne, 2025. © U. ViandenDie Levitenkanne, 2025. © U. Vianden

 

Priesterhände, 2025. © U. ViandenPriesterhände, 2025. © U. Vianden

 

 

1791 starb Jakob Elkan. Exemplarisch stellen wir hier die Übersetzung der Inschrift seines Grabsteins aus dem Hebräischen von Rolf Mainz vor:

 

Grabstein Jakob Elkan. © R. Mainz

Grabstein Jakob Elkan. © R. Mainz

 

Hier ruht

 

der alte und an (Lebens-)Tagen satte Gemeindevorstand, ‎der geehrte Herr

 

Jakob Grotwohl – sein Gedenken sei zum Segen –,

 

‎Sohn des verstorbenen geehrten Herrn

 

Elkan Grotwohl – sein Gedenken sei zum Segen –, ‎er starb

 

und wurde begraben am (Wochen-)Tag 2, dem siebten (Tag)

 

des Passahfestes im Jahr 551 nach der kleinen Zählung.

 

„Sei seine Seele eingebunden im Bündel des Lebens!“

 

 

In den Jahren 2020 bis 2022 gelangte der Friedhof in die Schlagzeilen. Der Eigentümer des Privatwegs „Am Judenfriedhof“, der direkt zum Eingang des Friedhofs führt, verbarrikadierte den Zugang zunächst mit Zäunen und später mit alten Garagencontainern. Besuche, Führungen und Pflegemaßnahmen waren nicht mehr möglich. Nach Protestaktionen und einer schwierigen juristischen Auseinandersetzung kann der Friedhof seit Herbst 2022 wieder besucht werden. Die Pflege des jüdischen Friedhofes in Westerrönfeld übernehmen die Kommune Westerrönfeld/Jevenstedt und der Freundeskreis des Jüdischen Museums in Rendsburg in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.


Besuch und Führungen

 

Der Eingangsbereich liegt an der Ecke „Am Judenfriedhof“ (nicht befahrbar) und „Westpreußenweg“. Parkmöglichkeiten gibt es in der Jakob-Rohwer-Straße, von da ist ein Zugang zu Fuß möglich. 

 

Der Schlüssel für den Friedhof kann per E-Mail oder telefonisch beim Jüdischen Museum in Rendsburg erfragt werden:  oder 04621-813-222. Nach Absprache kann der Schlüssel im Museum abgeholt werden: Prinzessinstr. 7 in 24768 Rendsburg.

 

Über das Museum werden auch Führungen angeboten. Die Termine finden Sie online: https://jmrd.de/de/programm.


Quellen und Literatur

 

Dettmer, Frauke: Hinaus aus der Festung! Der Niedergang der jüdischen Kleingemeinden am Beispiel Rendsburgs. In: Gerhard Paul/Miriam Gillis-Carlebach (Hrsg.): Menora und Hakenkreuz. Zur Geschichte der Juden in und aus Schleswig-Holstein, Lübeck und Altona. Neumünster 1998, S. 317–330.

 

Dies.: Juden in Schleswig-Holstein. URL: https://geschichte-s-h.de/sh-von-a-bis-z/j/juden-in-schleswig-holstein/ [09.01.2025].

 

Dinse, Ursula: Das vergessene Erbe. Jüdische Baudenkmale in Schleswig-Holstein. Kiel 1995.

 

Goldberg, Bettina: Abseits der Metropolen. Die jüdische Minderheit in Schleswig-Holstein. Neumünster 2011. 

 

Hertz, Helge-Fabien: Ab wann ist es eine Schändung? Die Causa Westerrönfeld. In: Blog Net Olam. Jüdische Friedhöfe im Fokus von Antisemitismus und Prävention. 17.04.2023. URL: https://netolam.hypotheses.org/1400 [09.01.2025].

 

Ders.: Net Olam. Jüdische Friedhöfe im Fokus von Antisemitismus und Prävention. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte 104 (Frühjahr 2023), S. 13–25. URL: https://geschichte-s-h.de/wp-content/uploads/2023/04/MGSHG-104_Fruehjahr_2023.pdf.

 

Text: Ute Vianden

 


Projekt "Steinerne Zeugen. Beschilderung der jüdischen Friedhöfe in Schleswig-Holstein"

 

2024/25 wurden alle jüdischen Friedhöfe in Schleswig-Holstein mit Informationstafeln ausgestattet – ein bundesweit einmaliges Projekt. Die Tafeln informieren über die Bedeutung des Bestands der jüdischen Friedhöfe in Deutschland, die Geschichte des jeweiligen Friedhofs sowie über die beim Betreten des Friedhofs einzuhaltenden Regeln. Durch sie wird die Sichtbarkeit der Friedhöfe und damit auch jüdischen Lebens als Teil der Geschichte und Gegenwart schleswig-holsteinischer Kommunen erhöht und zugleich ein nachhaltiger Beitrag zur stärkeren Verankerung des kostbaren historischen Erbes der jüdischen Friedhöfe im „kulturellen Gedächtnis“ des Landes geleistet. 

 

Die Texte für die Informationstafeln sowie diese Website wurden unter der Leitung von Dr. Helge-Fabien Hertz im Wintersemester 2024/25 von Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf der Grundlage der jeweils verfügbaren Lokalliteratur, aber auch von Archivquellen erarbeitet. Unterstützung erfuhren sie bei ihrer Arbeit von den vielen Kooperationspartnern des Projekts, zu denen neben den jüdischen Gemeinden und Landesverbänden in Schleswig-Holstein auch das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein e.V. (LAGSH), das Jüdische Museum in Rendsburg sowie zahlreiche lokale Expertinnen und Experten zumeist aus dem Kompetenznetzwerk NET OLAM zählen. Finanziert wurde das Projekt von den schleswig-holsteinischen Kommunen mit jüdischen Friedhöfen auf ihren Territorien (Ahrensburg, Bad Segeberg, Burg auf Fehmarn, Elmshorn, Eutin, Flensburg, Friedrichstadt, Glückstadt, Kiel, Lübeck, Neustadt in Holstein, Stockelsdorf, Westerrönfeld) sowie der Stiftung Diakoniewerk Kropp, der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und dem Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein. Zudem wurde es aus dem Fonds für Lehrinnovation 2024/25 der Kieler Universität gefördert. 

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier und hier.

 

Text: Dr. Helge-Fabien Hertz

 

Landesverband Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R., Logo 

Landesverband der jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein K.d.ö.R., Logo 

Jüdische Gemeinde Kiel und Region e.V., Logo 

Jüdische Gemeinde Kiel e.V., Logo 

Jüdische Gemeinde Bad Segeberg e.V., Logo 

Jüdische Gemeinde Flensburg e.V., Logo

 

 

Jüdische Gemeinde Lübeck e.V., Logo 

Liberale jüdische Gemeinde Pinneberg e.V., Logo 

Stadt Ahrensburg, Logo 

Stadt Bad Segeberg, Logo 

Stiftung Diakoniewerk Kropp, Logo 

Stadt Elmshorn, Logo 

 

Stadt Eutin, Logo 

Stadt Fehmarn, Logo 

Stadt Flensburg, Logo 

Stadt Friedrichstadt, Logo 

Stadt Glückstadt, Logo 

Stadt Kiel, Logo 

 

Hansestadt Lübeck, Logo 

Stadt Neustadt in Holstein, Logo 

Stadt Pinneberg, Logo 

Stadt Westerrönfeld, Logo 

Jüdisches Museum Rendsburg, Logo 

Salomon Ludwig Steinheim-Institut für Deutsch-Jüdische Geschichte, Logo 

 

Finanzgruppe Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Logo 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Logo 

Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein, Logo 

Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein e.V., Logo 

Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Logo 

 

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung 

 

 

 


 

Pressespiegel zum Projekt "Steinerne Zeugen"

 

der reporter – das Familienwochenblatt: Infotafel für Eutins jüdischen Friedhof. 28.05.2025. 

URL: https://www.der-reporter.de/eutin/eutin-am-mittwoch/artikel/infotafel-fuereutins-juedischen-friedhof


sh:z (Flensburger Tageblatt): Gräber für die Ewigkeit. Neue Informationstafel am jüdischen Friedhof in Flensburg enthüllt. 28.05.2025, S. 18.
Lübecker Nachrichten: Für mehr Sichtbarkeit: Jüdischer Friedhof Lübeck-Moisling erhält Infotafel. 26.05.2025. 

URL: https://www.ln-online.de/lokales/luebeck/luebeck-juedischer-friedhof-in-moisling-erhaelt-informationstafeln-7BGECCF5XVCMDKWSXYP56AM5JI.html

 

Kieler Express: Steinerne Zeugen jüdischer Kultur. 24.05.2025, S. 3. 

URL: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.kielerexpress-online.de/epaper/2025-05-24__Kieler-Express-am-Wochenende.pdf&ved=2ahUKEwiGh7HMrbyNAxUMVfEDHXplAW0QFnoECBoQAQ&usg=AOvVaw1Nc0L72YYPgS5QnfoMQfvs

 

sh:z (Ostholsteiner Anzeiger): Neue Infotafel erinnert an jüdische Geschichte Eutins – Friedhof als stiller Zeuge gegen das Vergessen. 23.05.2025. 

URL: https://www.shz.de/lokales/eutin-ostholstein/artikel/eutin-bundesweit-einmalige-info-tafel-fuer-juedische-friedhoefe-48768960


sh:z (Husumer Nachrichten): Grabsteine wurden als Wegplatten missbraucht: Jüdischer Friedhof in Friedrichstadt restauriert. 23.05.2025. 

URL: https://www.shz.de/lokales/friedrichstadt/artikel/friedrichstadt-restaurierter-alter-juedischer-friedhof-eingeweiht-48753931


Flensborg Avis: Jødisk historie bliver genskabt i Frederiksstad. 21.05.2025. 

URL: https://www.fla.de/kultur/historie/82409/jodisk-historie-bliver-genskabt-i-frederiksstad


sh:z: Steinerne Zeugen: Warum der jüdische Friedhof in Glückstadt nun sichtbarer ist. 20.05.2025. 

URL: https://www.shz.de/lokales/glueckstadt/artikel/warum-der-juedische-friedhof-in-glueckstadt-nun-sichtbarer-ist-48748592


Newsletter CHAVERIM – Freunde Israels: Steinerne Zeugen. Die jüdischen Friedhöfe in Schleswig-Holstein erhalten Info-Tafeln über ihre reiche Geschichte. 19.05.2025.


Hempels. Das Straßenmagazin für Schleswig-Holstein: Projekt „Steinerne Zeugen“ macht jüdische Friedhöfe sichtbar. 16.05.2025. 

URL: https://www.hempels-sh.de/news/details/schleswig-holstein-projekt-steinerne-zeugen-macht-juedische-friedhoefe-sichtbar


sh:z: Jüdische Friedhöfe: Einheitliche Informationstafeln vermitteln Geschichte und mahnen gegen Antisemitismus. 15.05.2025. 

URL: https://www.shz.de/lokales/rendsburg/artikel/westerroenfeld-neue-tafel-am-juedischen-friedhof-eingeweiht-48731026


Uni heute: Einzigartiges Projekt in Schleswig-Holstein: Jüdische Friedhöfe sichtbar machen! 13. Mai 2025. 

URL: https://uni-heute.de/allgemein/einzigartiges-projekt-in-schleswig-holstein-juedische-friedhoefe-sichtbar-machen/


Nordkirche: Projekt „Steinerne Zeugen“ macht jüdische Friedhöfe sichtbar. 13.05.2025. 

URL: https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/projekt-steinerne-zeugen-macht-juedische-friedhoefe-sichtbar


Das Wissen. Treibstoff des Fortschritts: Steinerne Zeugen: Jüdische Friedhöfe in Kiel werden sichtbar gemacht. 13.05.2025. 

URL: https://das-wissen.de/steinerne-zeugen-juedische-friedhoefe-in-kiel-werden-sichtbar-gemacht/


Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing der Kieler Universität: Steinerne Zeugen als sichtbares Zeichen jüdischer Kultur. 13.05.2025. 

URL: https://www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/075-steinerne-zeugen


Kieler Nachrichten: Steinerne Zeugen: Infotafeln für jüdische Friedhöfe. 13. Mai 2025, S. 26.


NDR (Schleswig-Holstein Magazin): Projekt soll jüdische Friedhöfe sichtbarer machen. 12.05.2025. 

URL: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Projekt-soll-juedische-Friedhoefe-sichtbarer-machen,shmag127534.html


RTL Nord HH / SH, Nachrichten 18 Uhr, Folge 92 vom 12.05.2025. 

URL: https://plus.rtl.de/video-tv/shows/rtl-nord-hh-sh-904366/2025-5-1029162/episode-92-sendung-vom-12052025-1014389, Minute 11:40–12:25.


Evangelische Zeitung: Projekt „Steinerne Zeugen“ macht jüdische Friedhöfe sichtbar. 12.05.2025. 

URL: https://evangelische-zeitung.de/projekt-steinerne-zeugen-macht-juedische-friedhoefe-sichtbar


Kiel Magazin – Das Stadtmagazin für Kiel: Steinerne Zeugen: Beschilderung jüdischer Friedhöfe in Schleswig-Holstein. 12.05.2025. 

URL: https://www.kiel-magazin.de/artikel/beschilderung-juedischer-friedhoefe-in-schleswig-holstein


Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein: Steinerne Zeugen. 12.05.2025. 

URL: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/LD/Startseite/2025_Steinerne_Zeugen?nn=a8a8214e-5b2b-4bbb-a5f6-df970a6e82e5


Freies Radio Neumünster: Seminar „Steinerne Zeugen“: Ein wegweisendes Projekt zur Sichtbarmachung jüdischer Friedhöfe ist jetzt in Kiel gestartet. 12.05.2025.


NDR 1 Welle Nord, Nachrichten für Schleswig-Holstein, Regionalnachrichten aus dem Studio Kiel, mehrere Stücke. 12.05.2025.


NDR 1 Welle Nord, Nachrichten für Schleswig-Holstein, Regionalnachrichten aus dem Studio Kiel 9:30 Uhr. 12.05.2025. 

URL: https://www.ndr.de/wellenord/Regionalnachrichten-aus-dem-Studio-Kiel-930-Uhr,audio1871120.html


NDR, Schleswig-Holstein: Projekt in SH soll jüdische Friedhöfe sichtbarer machen. 12.05.2025. 

URL: https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Projekt-in-SH-soll-juedische-Friedhoefe-sichtbarer-machen,regionkielnews2746.html


Evangelische Zeitung: Jüdische Friedhöfe in Schleswig-Holstein werden aufgewertet. 07.05.2025. 

URL: https://evangelische-zeitung.de/juedische-friedhoefe-in-schleswig-holstein-werden-aufgewertet


NDR (Schleswig-Holstein Magazin): „Steinerne Zeugen“: Jüdische Friedhöfe sollen sichtbar werden. 09.11.2024. 

URL: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Steinerne-Zeugen-Juedische-Friedhoefe-sollen-sichtbar-werden,shmag122192.html


kulturkanal.sh – Unser Feuilleton im Netz: Jüdische Friedhöfe sichtbar machen. 30.09.2024. 

URL: https://www.kulturkanal.sh/2024/09/30/juedische-friedhoefe-sichtbar-machen/


Lübecker Nachrichten: Infotafeln für jüdische Friedhöfe. 28.09.2024, S. 6.


Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein: „Steinerne Zeugen“: Ein wegweisendes Projekt zur Sichtbarmachung jüdischer Friedhöfe. 25.09.2024. 

URL: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/LD/Startseite/Projekt_J%C3%BCdische_Friedh%C3%B6fe_PI?nn=a8a8214e-5b2b-4bbb-a5f6-df970a6e82e5

 

Lübecker Nachrichten: Bundesweit einzigartiges Projekt. Warum ein kleiner Friedhof in Neustadt ein „ewiger“ Ort ist. 16.07.2025. URL: https://www.ln-online.de/lokales/ostholstein/neustadt-qr-codes-an-juedischem-friedhof-geschichtliches-projekt-cau-kiel-beteiligt-7IK66OGLBFDGNOHH2VLE7UCGKE.html

Hamburger Abendblatt: Geheimnisvoller Friedhof: Das verbirgt sich hinter dem Gittertor. 15.07.2025. URL: https://www.abendblatt.de/schleswig-holstein/stormarn/article409506766/geheimnisvoller-friedhof-das-verbirgt-sich-hinter-dem-gittertor.html

Lübecker Nachrichten: Jüdischer Friedhof Ahrensburg: Erinnerungskultur per QR-Code. 14.07.2025. URL: https://www.ln-online.de/lokales/stormarn/ahrensburg-juedischer-friedhof-mit-info-tafel-erinnerungskultur-per-qr-code-V2FKLP3ZTBBWPC5KO3YPAZKBNA.html

sh:z (Stormarner Tageblatt): „Steinerner Zeuge“ auf dem jüdischen Friedhof Ahrensburg: Das steckt hinter dem Projekt. 11.07.2025. URL: https://www.shz.de/lokales/bargteheide-ahrensburg/artikel/juedischer-friedhof-ahrensburg-das-projekt-steinerner-zeuge-48974470

sh:z (Elmshorner Nachrichten): Warum wurde Elmshorns jüdischer Friedhof in der NS-Zeit nicht zerstört? 07.06.2025. URL: https://www.shz.de/lokales/elmshorn-barmstedt/artikel/elmshorn-wie-ueberstand-der-juedische-friedhof-den-nazi-terror-48800430