50 Jahre nach dem Olympia-Attentat gedenkt die Stadt Kiel der Opfer
Am 5. und 6. September 1972 haben Terroristen das Leben von 12 Menschen ausgelöscht. Israelische Sportler und Trainer waren nach München zu den Olympischen Spielen gekommen, um an friedlichen sportlichen Wettkämpfen teilzunehmen.
Das antiisraelische und antisemitische Attentat im Olympiadorf und die tragischen Ereignisse in München und in Fürstenfeldbruck haben den Wunsch nach friedlichen Spielen zerstört. Sie sind untrennbar mit der Geschichte der XX. Olympischen Spiele in München und der deutschen Geschichte verbunden. Bei dem Überfall auf die israelische Mannschaft durch palästinensische Terroristen und der gescheiterten Geiselbefreiung starben zwölf Menschen - elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist.
Die Sportwettbewerbe wurden unterbrochen, auch in Kiel als Austragungsort der Olympischen Segelwettkämpfe, wurden die sportlichen Wettkämpfe ausgesetzt.
Foto: Stefanie Skuppin
50 Jahre nach dem Olympia-Attentat gedenkt die Stadt Kiel der Opfer. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer legen am 5. September einen Kranz an der Feuerstele auf dem Rathausplatz nieder.
Die öffentliche Gedenkveranstaltung beginnt um 12 Uhr mit zwölf Glockenschlägen für die zwölf Opfer des Attentates.
Unter den Teilnehmern ist auch unsere Gemeinde. Viktoria Ladyshenski zitiert in ihrer Gedenkrede Ankie Spitzer. Ihr Mann Andre, ein Fechter, war einer der elf israelischen Sportler. Ihr Zitat: „Wenn Jemand sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, dann sage ich Euch: Das tut sie nicht.“
Für immer werden die Namen der Toten in unserem Gedächtnis bleiben.
Quelle: Kieler Nachrichten





