Gespräch zur Gefahr des Islamismus
Am 06.08.2025 fand, organisiert vom Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, ein moderiertes Gespräch mit der Doktorandin der Politikwissenschaft Sahar Alias statt. In ihrer Einführung in das Thema Islamismus und dessen Gefahren stellte sie exemplarisch den Völkermord an den Jesidinnen und Jesiden dar. Darüber hinaus wird ein tagesaktueller Bezug durch das Massaker an Drusinnen und Drusen in Syrien deutlich oder durch die schlechte Stellung von anderen Minderheiten in der Region.
Ein weiterer zentraler Aspekt des Gesprächs war die zunehmende Gefahr des islamistischen Antisemitismus. Sahar Alias machte deutlich, dass die islamistische Bedrohung nicht nur in Form extremistischer Ideologien auftritt, sondern auch in Teilen der Gesellschaft auf fruchtbaren Boden fällt – insbesondere dort, wo antisemitische Ressentiments mit politischen Konflikten wie dem Nahostkonflikt vermischt werden.
Besonders alarmierend sei, dass islamistische Gruppierungen gezielt versuchen, junge Menschen über soziale Medien, religiöse Rhetorik und politische Propaganda zu beeinflussen. Alias betonte, dass diese Entwicklung nicht nur für Jesidinnen und Jesiden sowie Jüdinnen und Juden in Deutschland eine direkte Bedrohung darstelle, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander und die demokratische Ordnung insgesamt gefährde.
Umso wichtiger sei es, Islamismus klar zu benennen, ihn nicht zu relativieren und ihm durch Bildungsarbeit, Prävention und Integrationsmaßnahmen aktiv entgegenzuwirken.

Sahar Alias, Doktorandin der Politikwissenschaft, spricht über die Gefahren des Islamismus. Moderiert wird die Veranstaltung von Felix Hillenkamp vom Jungen Forum Kiel der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.
Foto: Junges Forum DIG

Im Austausch mit den Teilnehmern der Veranstaltung
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