"Steinerne Zeugen"

Informationstafel, Alter jüdischer Friedhof in Kiel
© Lisa Pandelaki, Uni Kiel

Die feierliche Einweihung der ersten Beschilderung am Alten jüdischen Friedhof in der Michelsenstraße in Kiel am 12. Mai 2025.
© Lisa Pandelaki, Uni Kiel

12.05.2025, Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft K.d.ö.R., führt über den Alten jüdischen Friedhof in Kiel.
© Lisa Pandelaki, Uni Kiel
22 jüdische Friedhöfe in Schleswig-Holstein wurden erstmals einheitlich mit Informationstafeln ausgestattet.
Erarbeitet wurden die Texte von Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Am Montag, 12. Mai, wurden die ersten Beschilderungen auf dem Alten jüdischen Friedhof in Kiel eingeweiht.
weiter zum Pressebericht der CAU Kiel "Steinerne Zeugen als sichtbares Zeichen jüdischer Kultur", Text: Lisa Pandelaki
Dr. Helge-Fabien Hertz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte an der Uni Duisburg-Essen und Lehrbeauftragter an der CAU, berichtet über das Projekt „Steinerne Zeugen. Beschilderung der jüdischen Friedhöfe in Schleswig-Holstein“:
2024/25 wurden alle jüdischen Friedhöfe in Schleswig-Holstein mit Informationstafeln ausgestattet – ein bundesweit einmaliges Projekt. Die Tafeln informieren über die Bedeutung des Bestands der jüdischen Friedhöfe in Deutschland, die Geschichte des jeweiligen Friedhofs sowie über die beim Betreten des Friedhofs einzuhaltenden Regeln. Durch sie wird die Sichtbarkeit der Friedhöfe und damit auch jüdischen Lebens als Teil der Geschichte und Gegenwart schleswig-holsteinischer Kommunen erhöht und zugleich ein nachhaltiger Beitrag zur stärkeren Verankerung des kostbaren historischen Erbes der jüdischen Friedhöfe im „kulturellen Gedächtnis“ des Landes geleistet.
Die Texte für die Informationstafeln sowie diese Website wurden unter der Leitung von Dr. Helge-Fabien Hertz im Wintersemester 2024/25 von Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf der Grundlage der jeweils verfügbaren Lokalliteratur, aber auch von Archivquellen erarbeitet. Unterstützung erfuhren sie bei ihrer Arbeit von den vielen Kooperationspartnern des Projekts, zu denen neben den jüdischen Gemeinden und Landesverbänden in Schleswig-Holstein auch das Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, die Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in Schleswig-Holstein e.V. (LAGSH), das Jüdische Museum in Rendsburg sowie zahlreiche lokale Expertinnen und Experten zumeist aus dem Kompetenznetzwerk NET OLAM zählen. Finanziert wurde das Projekt von den schleswig-holsteinischen Kommunen mit jüdischen Friedhöfen auf ihren Territorien (Ahrensburg, Bad Segeberg, Burg auf Fehmarn, Elmshorn, Eutin, Flensburg, Friedrichstadt, Glückstadt, Kiel, Lübeck, Neustadt in Holstein, Stockelsdorf, Westerrönfeld) sowie der Stiftung Diakoniewerk Kropp, der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und dem Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein. Zudem wurde es aus dem Fonds für Lehrinnovation 2024/25 der Kieler Universität gefördert.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier und hier.





