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Besuch von Dr. Felix Klein in Kiel

Am 19. August 2025 haben wir Dr. Felix Klein, den Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, in Kiel begrüßt. Er folgte damit der Einladung unseres Landesvorsitzenden Igor Wolodarski.

 

Von links nach rechts: Igor Wolodarski, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinschaft SH K.d.ö.R, Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R. / Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

Von links nach rechts: Igor Wolodarski, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinschaft SH K.d.ö.R, Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

 

Ziel des Treffens war es, die Lebensrealität mittelgroßer jüdischer Gemeinden am Beispiel der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region sichtbar zu machen. Gemeinden unserer Größe prägen maßgeblich die jüdische Landschaft in Deutschland. So bot sich die Gelegenheit, Dr. Klein einen direkten Einblick in die Situation jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein zu geben und aktuelle Herausforderungen zu thematisieren.

 

Ein wichtiger Programmpunkt war das Gespräch mit den "Kieler Nachrichten". Dabei schilderten Vertreter unserer Gemeinschaft eindrücklich, wie sich das gesellschaftliche Klima für Jüdinnen und Juden seit 2015 – insbesondere jedoch nach dem 7. Oktober 2023 – spürbar verschlechtert hat.

 

Auch aktuelle politische Entscheidungen, wie etwa die teilweise ausgesetzten Waffenlieferungen an Israel, wurden kritisch angesprochen. Innerhalb der jüdischen Gemeinschaft wächst die Sorge, dass solche Signale die Solidarität schwächen und radikale Kräfte bestärken könnten.

 

Dr. Klein betonte, dass die Bundesregierung zwar über rechtliche und polizeiliche Instrumente zur Bekämpfung von Antisemitismus verfüge, eine grundlegende Veränderung jedoch nur durch das gezielte Engagement der gesamten Gesellschaft möglich sei.

 

Zum Abschluss des Besuchs nahm Dr. Klein an einem Stadtrundgang „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Kiel“ teil. Unter der fachkundigen Leitung der Historikerin Annette Mörke wurden Orte besucht, die die lange und oft dramatische Geschichte jüdischen Lebens in Kiel bis 1945 dokumentieren.
Der Besuch war für unseren Landesverband eine wichtige und wertvolle Gelegenheit, unsere Sorgen und Erwartungen direkt auf Bundesebene zu adressieren – und zugleich die Vielfalt des heutigen jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein zu zeigen.

 

Dr. Felix Klein:

„Ich bin von der Arbeit der Jüdischen Gemeinschaft in Kiel beeindruckt, gerade auch, weil es hier zwischen 1945 und dem Anfang der 1990er Jahre praktisch kein jüdisches Leben gab. Diese Aufbauarbeit geht weiter und schon bald wird Kiel endlich wieder eine eigene Synagoge haben. Ich finde, dieses gelungene Beispiel einer florierenden jüdischen Gemeinde sollte noch viel mehr Aufmerksamkeit bekommen."

 


Viktoria Ladyshenski und Igor Wolodarski erzählen Dr. Felix Klein die Entstehungsgeschichte der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R., stellen die Arbeit unseres Landesverbandes und der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region vor, schildern dem Bundesbeauftragten die aktuelle Situation und die täglichen Herausforderungen. / Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein

Viktoria Ladyshenski und Igor Wolodarski erzählen Dr. Felix Klein die Entstehungsgeschichte der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R., stellen die Arbeit unseres Landesverbandes und der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region vor, schildern dem Bundesbeauftragten die aktuelle Situation und die täglichen Herausforderungen.

Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

 

Bei einem gemeinsamen Essen fand ein lebendiger Austausch in offener und angenehmer Atmosphäre statt – über die Themen, die unser jüdisches Leben heute bewegen. Mit am Tisch: Gershom Jessen, Vorstandmitglied der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R (links), Dr. Evgeny Kosyakin, Beiratsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region e.V. (rechts). / Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

Bei einem gemeinsamen Essen fand ein lebendiger Austausch in offener und angenehmer Atmosphäre statt – über die Themen, die unser jüdisches Leben heute bewegen. Mit am Tisch: Gershom Jessen, Vorstandmitglied der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R (links), Dr. Evgeny Kosyakin, Beiratsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Kiel und Region e.V. (rechts).

Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

 

(Von links nach rechts) Tilmann Post, kommunalpolitischer Korrespondent der "Kieler Nachrichten", führt ein Interview mit Igor Wolodarski, Dr. Felix Klein und Viktoria Ladyshenski. / Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

(Von links nach rechts) Tilmann Post, kommunalpolitischer Korrespondent der "Kieler Nachrichten", führt ein Interview mit Igor Wolodarski, Dr. Felix Klein und Viktoria Ladyshenski.

Foto: ©Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R.

 


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Den Artikel  "Wer sich als Jude zu erkennen gibt, wird oft angefeindet" von Tilmann Post vom 21.08.2025 lesen Sie hier:

https://www.kn-online.de/lokales/kiel/juedische-gemeinde-kiel-juden-werden-oft-angefeindet-SCOQPK3ENJBK3IISNYZ2EYQHUM.html